Ohne Ehrenamt kein Verein

Liebe Vereinsmitglieder, Eltern und Freunde des Friedrichshagener SV.

 

Wir, von der Abteilung Fußball des FSV, wollten eigentlich unsere turnusmäßige Vorstandswahl im April durchführen. Dies ist nun Aufgrund des Coronavirus auf unbestimmte Zeit erstmal verschoben. Das gibt mir die Möglichkeit ein paar Gedanken zur Führung des Vereins darzulegen.

 

Das Ehrenamt befindet sich in einer Umbruchphase. Vor allem im Sport. Die alten Strukturen funktionieren nicht mehr, der immer höher werdende Altersdurchschnitt in den Vorständen lässt die Alarmglocken läuten. Manche Sportvereine haben den Schritt raus aus dem Altbewährten schon geschafft, andere scheitern noch an dieser Hürde.
Doch eins haben die Vereine gemeinsam: Ohne Ehrenamtliche würden sie nicht existieren. Egal ob Übungsleiter, Trainer, Helfer oder Vorstandsmitglied, sie alle investieren ihre freie Zeit in die Vereinsarbeit. Die meisten bleiben ihrem Verein über Jahre, wenn nicht Jahrzehnte hinweg verbunden.

 

Das Ehrenamt ist kein bloßes Hobby, das Menschen in ihrer Freizeit ausüben. Das Ehrenamt bringt mehr. Es bringt Wärme in eine Zeit, die von Hektik, Schnelllebigkeit und höchster Technisierung geprägt ist. Es schafft Raum für menschliche Schwächen und Fehler oder Streben nach ständiger Verbesserung und Perfektion. Und es nimmt Lasten von Schultern einzelner Menschen. Denn ein Ehrenamt ist die Verpflichtung stark zu sein und zwar: gemeinsam. Das macht das Ehrenamt zu einer unverzichtbaren Stütze, ohne die unsere Gesellschaft wie ein Kartenhaus vermutlich zusammenfallen würde.
Zusammenkunft ist ein Anfang. Zusammenhalt ist Fortschritt. Zusammenarbeit ist Erfolg.

 

Die Herausforderung des Ehrenamtes ist jetzt, den Schritt weg vom Herrscherprinzip hin zum Ressortprinzip zu schaffen. Dabei geht es darum, ein breites Vorstandsteam aufzustellen. Aufgabenbereiche müssen kleiner werden und spezialisiert werden. Zu viele Aufgaben auf den Schultern einer Person abzulegen, ist nicht mehr ohne weiteres möglich.
Fazit: Mehr Leute und weniger Aufgaben führen zur Entlastung des Einzelnen.
Somit möchte ich alle Vereinsmitglieder bitten die jetzige Zeit zu nutzen, um sich selbst zu hinterfragen, ob Er/ Sie in der Lage ist, den Verein aktiv mit zu führen. Denn der Tag der Wahl wird kommen, wo wir gut aufgestellt sein sollten.

 

Für Fragen stehe ich Euch gerne zur Verfügung. Danke.

Jörg Hänsch
2.Vorsitzender der Abt. Fußball