Handballerinnen des FSV 1912 wieder mit großen Erfolgen

Da auch die Handballerinnen weiter zwangspausieren müssen, hier eine „vorläufiges“ Saisonbetrachtung

 

Die Handballsaison war schon sehr weit fortgeschritten, die letzten Spieltage standen an bis Ende März 2020 und für alle Nachwuchsmannschaften wären bis zu den Osterferien alle Entscheidungen gefallen. Nun aber die Zwangspause bis vorerst 19. April 2020, wobei die Wahrscheinlichkeit der Fortsetzung des Spielbetriebs als sehr gering eingeschätzt wird. Wichtige sportliche Entscheidungen wie die Finalturniere „Final four“ (beträfe uns bei der weiblichen A-Jugend !), sind schon abgesagt und werden in dieser Serie nicht mehr ausgespielt.
Die vorliegende Würdigung könnte also durchaus auch als „abschließende“ Würdigung gelesen werden....

 

Über die gesamte Breite im weiblichen Handballbereich von den Kleinsten (weibliche E-Jugend mit ihren Spielturnieren) bis zu den erfolgreichen Frauen I und II ist wieder eine erstaunliche Breite (8 Mannschaften spielten Wettbewerb) und eine große Leistungstiefe zu verzeichnen.

 

3 Mannschaften erreichten bereits vorfristig die „Meisterschaft“ ihrer Ligen und blieben in ALLEN Punktspielen sportlich ungeschlagen ! Eine noch nie dokumentierte Bilanz !!
Es sind dies die Frauen II (identisch bis auf eine Spielerin mit der weiblichen A-Jugend) sowie die weibliche C-Jugend und weibliche B2-Jugend (fast identische Mannschaft, jeweils Landesliga Berlin), die das schafften.
Auch die weibliche D1 (Landesliga, Trainer E. Schwarz, O. Lüdeke) und die weibliche D2 (Stadtliga-Tabellenführer, Trainer: J. Kneiding) hätte sportlich durchaus nach den gezeigten letzten Leistungen noch die Möglichkeit zum obersten Tabellenrang, da sie bislang eine überaus erfreuliche Rückrunde ablieferten. Hier stehen „theoretisch“ aber noch 2 bzw. 3 Spieltage aus...

Bedenkt man dazu das sehr gute Abschneiden im Pokal ( A, B und C drangen bis ins Halbfinale vor !), kann der Verein außerordentlich zufrieden mit dem gesamten Abschneiden sein.
Es ist auch wiederum eine glänzende Basis für die Folgeserie, da die aktuellen Punktwertungen als Ausgangspunkt für die Eingruppierungen für den FSV 1912 e. V. ausgezeichnet sind.

 

Wir sind in Gesamtberlin 5. Kraft bei der weiblichen A-Jugend, 7. Kraft bei der weiblichen B-Jugend und 8. Kraft bei der weiblichen C-Jugend sowie ca. 10. Kraft bei der weiblichen D-Jugend und dies alles erst im 6. Jahr des Bestehens und in Anbetracht der teils seit Jahrzehnten etablierten großen Handballvereine / Leistungszentren. Eine wahrlich bemerkenswerte Bilanz !
Im Großbezirk Treptow-Köpenick sind wir im weiblichen Nachwuchsbereich dominierend und unangefochten die Nummer Eins.

Wer sich im Einzelnen für das Abschneiden interessiert, die Tabellen und Spielergebnisse sind unter
der Homepage HVB unter Menüpunkt „nuLiga“ zu ersehen. Hier nur einige „Besonderheiten“ aus unserer erfolgreichen Sicht ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

 

Unsere Frauen II (identisch mit der weiblichen A-Jugend + Gina, Trainer A. Rubandt, U. Baltruschat) und folglich mit einer reichlich hohen und kräftezehrenden Spielbelastung blieben in Punktspielen generell ohne Punktverlust (4 Spieltage stehen aus) und haben bei derzeit 20:0 Pkt. und 281 : 102 Toren auch theoretisch den Aufstieg in die Bezirksliga geschafft.
Unsere formell als Frauen I bezeichnete zweite Frauenmannschaft (Trainer: B. Mater) spielte eine sehr ordentliche Runde bislang und überraschte mit teils unerwarteten Resultaten. Sie wird auch in der Folgeserie in der Kreisliga verbleiben und durch einige Kräfte aus der aktuellen B-Jugend verstärkt werden können.

In der Hinspielrunde der weiblichen A-Jugend sahen wir ein dominantes Auftreten in der Verbandsliga Berlin (Tabellenrang 1 mit 10:2 Pkt.), dann aber eine zäh beginnende neu zusammengestellte Rückrunde mit den aktuell stärksten Berliner teams (Rudow, Spandau, OSF, Narva, Hellersdorf). Erst das kürzliche 32:30 über Narva öffnete den Weg zum erstrebten und als Saisonziel ausgegebenen Finalturnier um die Berliner Meisterschaft. Dieses Turnier findet aber nun nicht mehr statt. Dennoch hat diese weibliche A-Jugend sportlich wegen der o. e. langjährigen Punktwertungen das Recht erlangt, um die Qualifikation für die Oberliga Ostsee-Spree zu kämpfen und zu spielen, welche hohe sportliche Ehrung !!

Die weibliche B-Jugend teilte sich auf in die B1 (Verbandsliga, Trainer: R. Nicolaus) und die B2 (Landesliga, Trainerin: M. Salomon) mit sehr unterschiedlichem Abschneiden. Die B1-Jugend war in den meisten Spielen überfordert, die Gegnerinnen erwiesen sich als zu stark für uns, während die B2-Mädchen (die Spiele wurden von der C-Jugend wahrgenommen !!) bei 2 ausstehenden Spielen nicht mehr von der Tabellenspitze verdrängt werden kann. Bemerkenswert: Sportlich blieb dieses 2. B-Mädchen-team die gesamte Serie ungeschlagen, nur einmal konnte mädchen wegen der Doppelspielbelastung mit der C-Jugend nicht antreten.

Die eigentliche C-Mädchenmannschaft dominierte die Landesligastaffel, bot teils begeisternde Spiele und sogar Rekordverdächtiges. In den Punktspielen konnte nur einmal ein team bislang Paroli bieten (Remis bei Rudow II), alle anderen mussten, teils sehr deutlich, unsere Überlegenheit anerkennen Beispielhaft das bislang letzte Spiel, wo die Truppe beim Tabellenzweiten (!!) mit sagenhaften 51 : 14 Toren einen Kantersieg landeten. In dieser Serie gab es im weiblichen Nachwuchsbereich in keiner anderen Altersklasse ein deutlicheres Resultat, Rekord !
In Erinnerung auch der tolle Pokalfight gegen die Füchsinnen (Verbandsliga !!) mit dem ungefährdeten Sieg. Eine Mannschaft (Trainer M. Salomon, U. Baltruschat) mit hoher Moral, Zusammenhalt und dazu noch überragenden Einzelspielerinnen. Beispielhaft Emma Ahner, die dokumentiert unglaubliche 208 mal in dieser Serie (C, B2, Punkt- und Pokalspiele) die gegnerischen Tornetze „zerbeulte“ und die meisten Einsätze von allen Spielerinnen aufweist.
Die Mannschaftsbilanz mit 25 : 1 Punkten und 399 : 235 Toren (im Schnitt also 30 eigene Treffer pro match !) herausragend, wir können uns auch hier auf die nächsten Jahre freuen.... Apropo erfreulich: seit Toni Lerch sich aktiv und mit großem Einsatz um die Torhüterinnenausbildung bekümmert, sind auch in diesem wichtigen Bereich deutliche Verbesserungen zu sehen, toll !

 

Wir werden sehen, ob nach den Osterferien noch die Serien zu Ende gespielt werden. Die eigentlich geplanten Qualispiele aller Altersklassen im Nachwuchsbereich Mai / Juni fallen wohl Corona zum Opfer, sicher ist aber, das eklige Virus wird nicht immer gewinnen, es muss und wird besiegt werden.
Ab Herbst gilt es folglich erneut, die errungenen sehr starken Plätze und Positionen zu bestätigen. Wenn es denn sportlich gerecht zugeht mit Frauen in Bezirks- und Kreisliga, A- und B1-Mädchen in der Verbandsliga und B2, C- und D-Mädchen wohl mindestens in Landesliga und Stadtliga (D2).

 

Übrigens: Im Rahmen der Vereinsaktion „Tore für einen guten Zweck“ steuerten die Handballerinnen mit aktuellem Stand 17. März 2020 fast 2200 (genau: 2193) Tore bei !
Aber, verachtenswürdiges Virus, abgerechnet wird zum Schluss und sie wollen noch mehr Tore beisteuern dürfen...

 

ME