Frauen bei Spaki ohne Punkt

Leider wurde die weite Reise für unsere Frauen nicht belohnt, lest hier den Spielbericht vom Trainer

 

Auswärtsniederlage in Spandau - Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt

Am gestrigen Sonntag reisten wir zu den Spandauer Kickers. Der Kader für das wichtige Spiel wies doch einige Lücken auf. Aber daran sollte die Niederlage nicht liegen, sondern an den beiden dicken Patzern, die wir uns in diesem Spiel leisteten.
Wir wollten mutig auftreten und von Anfang an den Kampf annehmen. Doch liefen wir in den ersten Minuten eher dem Gegner und Ball hinterher. Nach 4 Minuten bereits der erste Fauxpas. Bei einem kurz ausgespielten Abstoß und anschließendem Missverständnis lief die Stürmerin dazwischen und schon lagen wir 0:1 zurück.
Wir waren sichtlich geschockt und so kamen wir kaum zu konstruktiven Offensivspielzügen. Wir agierten einfach zu passiv und mit viel zu viel unnötigem Respekt. Spaki drückte in dieser Zeit weiter und wollte die Situation für sich ausnutzen. Bis auf ein paar Ecken kam aber nichts wirklich Gefährliches auf uns zu. Allerdings senkte sich eine dieser Ecke, auch dank des Windes, in der 19. Minuten am langen Eck in unser Tor.

 

Doch unser Team sagte sich, ob nun 0:1 oder 0:2 egal wir hauen uns rein. Plötzlich waren wir im Spiel, jetzt wo nichts mehr zu verlieren war, zeigte die Mannschaft wieder ihre Tugenden - Leidenschaft, Wille, Kampfgeist und Laufbereitschaft. Wir erarbeiteten uns nun endlich Chancen. So kam erst Charlotte nach einer Ecke, welche wir durch sehr gutes Pressing auf der rechten Seite herausholten, zu einer guten Abschlusssituation im 16er. Den Abpraller bekam Hanna auf den Fuß, scheiterte jedoch an einem Abwehrbein auf der Linie.
Auch danach konnten unser Mittelfeld immer wieder Bälle schon in der gegnerischen Hälfte oder unsere Abwehrreihe nahe an der Mittellinie erobern und schnell nach vorne spielen. Aber hier zeigte sich schon die fehlende Genauigkeit beim Pass ins letzte Drittel. So kamen wir nur noch einmal wirklich gefährlich vor das Tor der Heimelf. Franca setze Hanna links gut ins Szene und an der Hereingabe rauschte Julia nur um Zentimeter vorbei.

 

So ging es mit dem 0:2 in die Pause. Hier musste einige hängende Köpfe aufgerichtet werden. Doch es galt festzuhalten, dass wir jetzt in der Partie sind und weiter mutig sein müssen, denn es war zu sehen, das Spaki bis auf unsere beiden Geschenke und ein paar Ecken nicht wirklich etwas zu Stande brachte und wir in den 20 Minuten vor der Halbzeit die wesentlich besseren Aktionen hatten.
Wir wechselten offensiv aus. Für Fine als Rechtsverteidigerin kam Cindy als hängende Spitze. Dafür wechselte Hanna auf ihre gewohnte linke Seite und Franca rückte rechts in die 4er-Kette.
Die 2. Halbzeit lässt sich schnell zusammenfassen. Spaki stand tiefer und wollte auf Konter setzen. Davon hatten sie 2 Gute. Der 1. versandete allerdings und beim 2. war der Torabschluss etwas zu ungenau und sichere Beute von Jenni. Wir versuchten wirklich alles. Die 4er-Kette mit Franca, Steffi, Sophia und Tessa gewannen sehr viele ihrer Zweikämpfe. Die beiden „Außen“ Hanna und Katja versuchten unermüdlich das Spiel anzukurbeln. Laura und Charlotte auf der Doppel-6 hauten sich mit allem rein was sie hatten und vorne schossen Julia und Cindy aus fast jeder sich bietenden Gelegenheit aufs Tor. Doch irgendwie wurden wir nie so richtig gefährlich. Der letzte Punch fehlte. Auch die zu ihren Pflichtspielpremieren in der Verbandsliga eingewechselten Antje (für Charlotte) und Marion (für Julia) gaben alles. Aber es sollte an diesem Tage einfach kein Tor gelingen, um nochmal die zweite Luft zu bekommen und so mussten wir die weite Heimreise ohne Punkte antreten.
Am Ende gewinnt Spaki dank der beiden Geschenke von uns ein „eigentlich“ typisches 0:0-Spiel. Natürlich ist das ein Dämpfer und muss verdaut werden.

 

Am nächsten Sonntag geht es zu Hause gegen den Tabellendritten, GW Neukölln und zwei Wochen später wiederum zu Hause gegen den Tabellenzweiten, den 1. FC Union Berlin II (mit einigen ehemaligen FSV 1912-Spielerinnen). Sicherlich nicht die einfachsten Aufgaben, aber genau in solchen Spielen haben wir überhaupt nichts zu verlieren und werden alles in die Waagschale werfen was wir haben, um vielleicht für die eine oder andere Überraschung zu sorgen.

Aufstellung: Jenni – Fine (45. Cindy), Steffi, Sophia, Tessa – Charlotte (73. Antje), Laura © - Katja, Hanna, Franca – Julia (80. Marion)

 

Stefan Götze
Trainer Frauen FSV