Wichtige Ergebnisse

5 Jahre Handball beim FSV 1912 e. V.

Am 8. April feiert die junge Handballabteilung ihren 5. Geburtstag unter unserem Vereinsdach.
Gelegenheit zur Würdigung und einen kleinen Überblick über diese 5 Jahre

 

Wie es begann:

Im Frühjahr 2014 suchten einige Eltern, deren Kinder sowohl bei uns Fußball als auch beim KSV Ajax Köpenick Handball spielten, den Kontakt zu uns und informierten sich über unsere Struktur. Hintergrund waren interne Zerwürfnisse im Altverein. Nach einigen Gesprächen, dann auch mit Übungsleitern und Trainern, zeichnete sich ab, dass eine Eingliederung unter unserem Dach vor allem wegen der betroffenen rund 3 Dutzend weiblicher Jugendlicher möglich wäre.
Widerstand natürlich vom Altverein, aber auch in unserem damaligen Vereinsvorstand begrüßten das nicht alle sofort. Es wurde weiter gesprochen, manchmal unerquicklich, kontrovers, nicht immer konstruktiv, aber nach wenigen Wochen waren wir uns grundsätzlich einig. Die Austritte aus dem Altverein konnten erfolgen, der Aufnahme bei uns stand nichts mehr im Weg, nachdem auch unser Vorstand einen Kompromiss fand.
Am 8. April 2014 dann die „Weihe“, der Berliner Handballverband nahm den FSV 1912 e. V. förmlich auf. Es ist damit das Gründungsdatum der Abteilung im Friedrichshagener SV 1912 e. V.

 

Der sportliche Fortschritt:

Zu diesem Zeitpunkt trainierten dann ca. 30 – 40 Mädchen, vor allem im Alter von 10 - 14 Jahren bei uns und zur Saison 2014/15 konnte der FSV bereits 3 Mädchenteams in den Wettkampfbetrieb schicken.
Die D1-Mädchen (11-12 Jahre) durften wegen ihrer sehr guten Qualifikationsrunde bereits in der obersten Berliner Liga, Verbandsliga, spielen und belegten in der Hinrunde Platz 4 von 8 und in der Rückrunde Platz 6 von 8, eine ausgezeichnete Leistung !
Die gleichaltrigen D2-Mädchen gewannen sogar ihre „Meisterschaft“ der Stadtliga (3. Klasse in Berlin) souverän und mit blütenweißer Weste in der Rückrunde.
Unsere C-Jugend (13-14 Jahre) qualifizierte sich als Neuling gleich für die Landesliga (2. Klasse) und sorgte da mit ihrem hervorragenden 2. Platz für Furore.

In der Serie 2015/16 sahen wir bereits 5 Mannschaften (erstmalig auch eine Frauenmannschaft) in der Meisterschaft, 3 davon in der Landesliga, die D2-Mädchen in der Stadtliga.
Die C-Mädchen wurden in dieser Serie sogar „Meister“ ihrer Landesliga, die B-Mädchen (15-16 Jahre) wurden auf Anhieb 5. der Landesliga. Der Zulauf über alle Jahrgänge hielt an, die jugendliche Mitgliederzahl überschritt die 60...

Für die Serie 2016/17 wetteiferten 6 Teams des FSV um Tore, Punkte und gute Platzierungen.
Die weibliche C1-Jugend wiederholte ihren Titel der Landesliga, die weibliche B-Jugend wurde 4. der Landesliga, die D1-Jugend sogar 3. der Landesliga und auch die 2. Mannschaften der C-Jugend mit dem 3. Platz in der Stadtliga und der D2-Jugend mit dem 5. Platz in der Stadtliga überzeugten.
Im Pokal wurden Ausrufezeichen gesetzt, die weibliche B-Jugend marschierte durch herausragende Spiele bis ins Finale gegen die übermächtigen Füchsinnen aus Reinickendorf und die D1-Jugend kam in das Halbfinale ihrer Altersklasse.

In der Nachfolgeserie 2017/18 mit nun sogar 7 Mannschaften wurden alle bisherigen Ergebnisse noch getoppt. 3 (drei !) mal wurde die Landes- oder Stadtliga gewonnen (B1, C2, D1), die „neue“ A-Jugend (17-18 Jahre) spielte ihre erste Verbandsliga !
Auch im Pokal weiter große Leistungen, die D- und die C-Jugend erreichten das Halbfinale und scheiterten erst dort an Berliner Handballgrößen wie TSC und Füchsinnen.
Der Zulauf weiter sehr groß, die „magische“ 100er Mitglieder-Marke wurde locker „geknackt“.

Den vorläufigen Höhepunkt erlebten wir in der aktuellen Serie 2018/19, 8 Mannschaften traten in den Wettspielbetrieb und errangen aufsehenerregende Erfolge. Die Mitgliederzahl stieg auf über 125.
In drei Altersklassen konnten wir uns für die oberste Berliner Liga qualifizieren und in zwei davon real um den Berliner Meistertitel kämpfen.

Nach spannenden Wochen konnte die Abteilung aufsehenerregend einen Berliner Vizemeistertitel und einen Dritten der Berliner Meisterschaft bejubeln !

Die extrem jungen A-Mädchen setzten dabei mit einer tollen Rückrunde alle Mitbewerber unter Druck und schafften (fast !!) das schier Unmögliche, am Ende fehlte ein winziges Pünktchen zum Entscheidungsspiel um den Berliner Meistertitel, aber der Vizemeistertitel krönte die bisherigen 5 Jahre.
Die weibliche B1-Jugend spielte erstmalig in der obersten Liga und konnte lange Zeit um die absolute Spitze mitspielen, am Ende fehlte ein winziges Pünktchen, die erheblichen Doppelbelastungen mit der A-Jugend forderten ihren Tribut, aber der dritte Platz in der Meisterschaft bei Punktgleichheit mit dem Vizemeister Narva ist über alle Maßen zu loben.
Die B2-Jugend erreichte in ihrer Premiere den hervorragenden 2. Platz in der Landesliga und musste nur den in der Halbserie 2 stärkeren Teglerinnen den Vortritt lassen.
Die C-Mädchen dominierten die Landesliga und errangen damit bereits den 2. Titel in dieser internen FSV 1912-Wertung, am Ende einer langen und durchaus auch strapaziösen Serie setzten sie sich dominant beim ärgsten Verfolger durch und rechtfertigten den „kleinen Meistertitel“ und auch die drei D-Mannschaften schlugen sich sehr gut, hier besonders zu Ende der Saison hin.
Im Pokal erreichten die B-Mädels wieder das Halbfinale und unterlagen nach großem Kampf dem Oberligisten aus Reinickendorf. Dazu wieder auch 2x Viertelfinale (C- und A-Jugend) und immer erst gegen überragende Gegner (TSC, Füchsinnen) ausgeschieden.

 

Die Ursachen:

Die Entwicklung dieser jungen Abteilung ist atemberaubend, eine Vervierfachung der Mitgliederzahl in 5 Jahren von ca. 35 auf nun fast 130.
Aktuell Berliner Vizemeister und Dritter der Meisterschaft, dazu 8 (acht !) Titel ihrer Ligen in 5 Wettkampfjahren, weitere herausragende Spitzenplätze, hervorragende Pokalergebnisse, jährliche Steigerung der Mannschaftsmeldungen (auch die weibliche E-Jugend, Alter unter 9 Jahre, ist beim FSV nun schon seit mehreren Jahren im kleinen Spielbetrieb) und im Jubiläumsjahr die Besetzung aller weiblichen Altersklassen, teils doppelt.
Das alles kommt nicht von ungefähr, ist kein Selbstläufer und muss mit Anstrengungen erarbeitet werden. Hier kommen viele ins Spiel: der Abteilungsvorstand unter Führung von Andres Rubandt als Vorsitzender, von Klaus und Uwe Baltruschat als Jugendwarte, den Trainern/Übungsleitern/Vorstandsmitgliedern von A. Rubandt, U. Baltruschat, Tom Schwarz, Nico Bernhagen, Martina Salomon bis K. Baltruschat und Mandy Bohlmann sowie Jasmin Irmscher, den anderen so überaus engagierten Eltern, den Schiris, den Helfern, Betreuern und Zeitnehmern und Assistenten, den Sponsoren, Fördermitglieder und, und, und...
Und natürlich die vielen aktiven Spielerinnen von ganz klein bis schon ziemlich groß und berufstätig, die diese wunderbaren Leistungen auf den Hallenboden bringen.
Dazu intensives, forderndes und förderndes Training, Schulkooperationen, ein ausgebautes Netzwerk, Ausrichtung eigener Turniere, auswärtige Turnierteilnahmen, Erlebnisfahrten, Abschlussfeten, Fasching und Elternversammlungen.
All dies ist natürlich ein Gesamtpaket, fehlt ein „Puzzleteil“, wird es mühseliger und anstrengender.

 

Der Ausblick:

Als Abteilung unter unserem Vereinsdach sollte es zukünftig keine Probleme geben, das liegt an gemeinsamer Zielstellung und Auffassung, aber auch an persönlichen Bindungen und Respekt und Achtung der puren ehrenamtlichen Arbeit.
Leistungsseitig ist nach 5 Jahren eine erstaunliche Breite und Qualität zu verzeichnen. Diese Dynamik wird nicht immer anhalten können, eine gewisse Konsolidierung auf hohem, teils höchstem Niveau ist wahrscheinlich. In der Leistungsspitze werden wir uns eher in den älteren Klassen etablieren können, die absolute Qualität von Leistungszentren können und wollen wir aber in absehbarer Zeit nicht erreichen.
Dennoch ist in jeder Spielzeit mit einer absoluten Spitzenposition, sogar dem direkten Kampf um einen Berliner Meistertitel, zu rechnen.
Der Zulauf (auch die Nachfrage von männlichen Jugendlichen !) hält weiter an, Grenzen setzen weiter und immer noch die stark eingeschränkten Hallenkapazitäten in Friedrichshagen und näherer Umgebung und das Fehlen geeigneter Übungsleiter. Spürbar entwickeln wird sich der aktive Frauenbereich, wenn Ausbildung, Berufstätigkeit, Studium, Liebe und andere Unwägbarkeiten nicht allzusehr ins „Kontor“ schlagen.
Wünschen wir der Abteilung auch in Zukunft diese Dynamik, Begeisterungsfähigkeit, Geschlossenheit und natürlich auch sportliche Erfolge, sie sind dann der Lohn für Engagement, manche Mühsal und die großen Anstrengungen.

 

M. Engel 8. April 2019