Wichtige Ergebnisse

Ein Eimer weniger, Bericht zur A-Jugend

A.Jugend gewinnt last minute gegen Berliner SC II, Wulf Richter räumt auch Zersplittertes weg...

 

Hier ein Eimer, fast gleichzeitig ein Schalensitz im Stadion, wütende Fußtritte die Ursache, ist ja was los in Friedrichshagen....

 

Friedrichshagener SV – Berliner SC II 2:1 (0:0)

Friedrichshagener SV mit: Wernecke– Eberle, Gruner, Weese, Albowski – Steglich, Frede, Trautmann – Möwius, Puttkammer, Weigelt

Wechselspieler: Papior, Crahe, Schalli

 

Der Friedrichshagener SV muss einen wesentlichen Vermögenswert aus der Vereinsbilanz streichen. Es handelt sich um einen roten Plasteeimer. Als nette Gastgeber hatten wir diesen mit Wasser gefüllt eingangs der zweiten Halbzeit in der Gäste-Coachingzone abgestellt. Seiner eigentlichen Bestimmung konnte der Eimer nicht mehr zugeführt werden, denn kurz darauf zerstörte ein gezielter Fußtritt eines Spielers des Berliner SC, der mit seiner Auswechslung nicht einverstanden war, den Gegenstand. Man fühlte sich an den legendären Tritt Jürgen Klinsmanns – damals im Bayern-Trikot – in die Gatorade-Werbetonne erinnert. Nun ja, es wäre ja auch zu schön und zu einfach, wenn wir einmal, nur einmal nur über Fußball schreiben könnten.

 

Unsere Jungs fanden gut in die Partie, setzten die in kanariengelb gekleideten Gäste früh unter Druck. Ein Eckball von Eberle senkte sich nach 4 Minuten auf die Latte, die bis dahin größte Chance. Nach 9 Minuten Schreckmoment für den FSV. Nach einem Foulspiel im Strafraum gab es Elfmeter für den Berliner SC II. Wernecke, nach langer Pause wieder im FSV-Kasten zurück, konnte jedoch mit großer Reaktion parieren und bewahrte sein Team vor einem Rückstand analog Hermsdorf. Der FSV hier durchaus mit dem Glück im Bunde. Abgesehen davon blieben unsere Jungs am Drücker und waren der Führung sehr nahe, als Steglich schön auf Crahe durchsteckte, der leider nach starkem Antritt knapp am Torwart scheiterte.

Als der Torerfolg in der Anfangsphase ausblieb, stellten sich wieder Ungenauigkeiten und Unsicherheiten im Spiel ein. Obwohl der Gegner eine ziemlich schwache Vorstellung bot, gelang es im ersten Durchgang nicht mehr, nennenswerte Akzente zu setzen.

 

Eingangs der zweiten Halbzeit hielt erneut Wernecke mit toller Parade die null. Kurz darauf scheiterte Steglich mit gutem Abschluss. Es folgte die Eimerszene. Auf dem Feld wurde es aber lebhafter und dank Trainer Schalli am Spielfeldrand auch lauter. Der wahnsinnig fleißige Puttkammer war es schließlich, der mit dollem Einsatz einen Elfmeter für den FSV herausholte. Doch auch dieser Elfer sollte nicht den Weg in´s Netz finden. Trautmann scheiterte am Torwart. Dennoch blieb der FSV am Drücker. Und nur 4 Minuten nach dem vergebenen Elfer flankte Weigelt von links in die Box, wo Papior schön eingelaufen war und den Ball relativ mühelos im Tor versenkte.

Es wäre wohl bei diesem Spielstand geblieben, wenn nicht Schiedsrichter Ramadan Ramadan einmal mehr eine recht deutliche Abseitsposition des Berliner SC übersah und so kurz vor Schluss der schmeichelhafte Ausgleich fiel. Der FSV reagierte mit wütenden Angriffen und wurde in quasi letzter Minute erhört. Eberle brachte nochmal eine Ecke herein und Frede drückte den Ball mit aller Willenskraft über die Linie.

 

Alle Spieler haben sich in der zwieten Halbzeit richtig reingehängt. Ein kleines Extralob bekommt diesmal Albowski, der sich trotz Magen-Darm-Infekt und 7 Kilogramm Gewichtsverlust unter der Woche in den Mannschaftsdienst stellte und mit großer Kampfstärke bestach.

Herzschlagfinale, wie so oft in dieser Saison. „Müsst ihr es immer so spannend machen?“ ist mittlerweile zur Standardfrage geworden.

Der Klassenerhalt wurde bereits am vergangenen Wochenende eingetütet. In den letzten 4 Spielen geht es nun darum, die Saison abzurunden und am Ende auf Platz 4 oder 5 zu landen. Es wäre ein großer Erfolg.

 

Jetzt ist erst einmal etwas Teamwork gefragt. Denn seit der Heimniederlage gegen Hermsdorf ist mannschaftsintern durchaus etwas Sand im Getriebe. Das müssen, wollen und werden wir gemeinsam aufarbeiten und besprechen und dann zielgerichtet das Augenmerk auf die letzten Spiele und die neue Saison richten.

06.04.2019 / WR