11 Sekunden

Ein schöner Traum platzte, 11 Sekunden fehlten uns am möglichen Berliner Meistertitel

 

3 Vereine minuspunktgleich an der Spitze der Verbandsliga weibliche Jugend Handball:

Pro Sport 24, VfV Spandau und FSV 1912. Der Verband plante schon ein bislang nie vorgekommenes Dreierturnier am 6. April auf neutralem Boden, weil auch dem Verband absehbar erschien, dass keine der drei Mannschaften mehr in den Restspielen „stolpern“ würde.

Davor stand aber beispielsweise für uns die schwere Auswärtshürde am 17. März bei den heimstarken Pfeffersportlerinen aus Prenzlauer Berg. Ein Großteil unserer Mädchen schon beim schweren Vortagsspiel der B1-Jugend gegen TuS Hellersdorf mit großem Erfolg (24:20-Sieg) im Einsatz. Sonntag nun high noon in der Winsstraße, reines Nerven- und Druckspiel, Torfrauersatz, ehrgeizige Heimmädchen von Pfeffersport, umstrittene SR-Entscheidungen vor allem in der extrem hektischen Schlussphase, dies alles war ein brodelndes Gemisch mit unglücklichem Ausgang für unsere Farben.

Der Spielverlauf immer eng, knappe Halbzeitführung für den FSV, in Hälfte 2 zeitweise mit 3/4 Toren (17:14, 20:17 und sogar 22:18) vorn, aber die ehrgeizigen Gastgeber kamen ran, sehr umstrittene Zeitstrafen gegen uns, der Vorsprung schmolz auf 23:24 und noch 4 Minuten bis Ultimo. Und in der letzten Unterzahl 11 (elf !!) Sekunden vor Abpfiff das deprimierende und bittere Ausgleichstor zum Endstand von 24:24. Nun freuen sich mindestens 2 andere, denn es ist nicht anzunehmen, dass eine der beiden sich noch eine Blöße gibt: wenn doch, sind wir Berliner Vizemeister, realistisch gesehen werden wir Dritter der Berliner Meisterschaft und werden wohl mit Bronzemedaillen geehrt.

 

Für unsere Mädchen, Verantwortliche, die Eltern, Fans der Mannschaft natürlich bitter, enttäuschend, untröstlich.
Aber: es ist Sport,, da fällt Mädchen und steht wieder auf, mit Wut und Wille und großem Zusammenhalt für die Folgeserie im Bauch....

Denn: genau wie die B1-Mädchen sind wir (mindestens) Dritter der Altersklasse in Berlin, leistungsmäßig auf einer Stufe mit dem Meister, es fehlten 11 Sekunden oder 1 Punkt wie bei der B1-Jugend. Sollte hier Narva das letzte Spiel in Spandau „vergeigen“ (was nicht zu erwarten ist) sind wir sogar bei der B-Jugend Berliner Vizemeister.
Was für ein Leistungsnachweis, wer hätte das im Herbst geglaubt ?

 

Den Verantwortlichen ist zuzutrauen, das bittere Ende in eine positive Dynamik zu wandeln, der Unterbau ist sehr gut: die B2-Mädchen werden Zweiter der Landesliga, die C-Mädchen können die Landesliga noch gewinnen, darunter kämpfen und streiten 3 (drei !!) D-Mädchenteams um Punkte und Tore und darunter tummeln sich weiter bis zu 30 Mädchen zwischen 6-10 Jahren, die ausgebildet und in die Anfänge des Handballsport eingeführt werden.


Was für eine Perspektive !!

 

Verneigen wir uns demütig und feiern sie alle kräftig, laut und ideenreich ab, am Besten zum Abteilungsjubiläum vor und in der Halle der Bölscheschule, Aßmannstrasse 11 am 11. Mai 2019, anläßlich und integriert in das Friedrichshagener Bölschefest.

Alle, wirklich alle, haben es sich voll verdient und freuen wir uns auch noch auf das 2000. Tor der Serie, Stand 18.3. 1899, das 1000. Tor warf Marlene Murach, wer wirft das 2000. ??

ME