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FSV Spielhinweis

Wichtige Ergebnisse

Mit großer Moral zum 4:4

Die 1. Herren schickten die treue Zuschauerschaft in alle Gefühlslagen, am Ende ein hochdramatisches Remis

 

Am letzten Spieltag im Oktober sollte der Bock der sieglosen Spiele umgestoßen werden. Wir boten dazu eine extrem junge Mannschaft auf, die wohl im Altersschnitt noch unter 20 Jahren lag.
Bei gutem kühlen, aber trockenem Wetter und gutem Rasenplatz liefen wir auf mit:
Mencke – Pretsch, Dönitz, Pritzschke, Feddersen – Topel, Laube, Weese, Hannemann, Koniaew – Duge.

Wechsler Leidig, später mit 11-Meter-Sonderrolle.

 

Erwartungsvolle 57 Zuschauer hatten noch nicht mal manches zum und neben dem Spiel andiskutiert, da stand es nach (allerdings stark, stark abseitsverdächtig) dem ersten Gästeangriff und Unkonzentriertheiten vor unserer Hütte 0:1. Natürlich Schock, man merkte die allgemeine Verunsicherung noch stärker. Die Gäste, durchaus spielorientiert, spielten ihre taktische Cleverness aus und kamen selten defensiv in Probleme. Offensiv profitierten sie zudem von unseren Fehlern und nutzten die eben eiskalt. Der FSV hatte in HZ eins 2 dicke Möglichkeiten, ein Freistoss von Hannenann knallte an die Latte, Dönitz hätte nach Freistoß Hannemann Schuhgröße 47 benötigt, knapp !

Die zweite Halbzeit begann für uns bitter mit dem, allerdings gut herausgespielten, 0:3, und nach dem 0:4 in Minute 57 schienen alle Messen gesungen. Aber diese blutjunge Truppe darf man nicht aufgeben ! Duge (für mich Mann des Tages) zündete das Feuer, legte schön ein zum 1:4, es war Minute 74 wohl....Hoffnung glomm auf bei unseren Hardcorefans, der Rest immer noch ruhig...Duge zündelte weiter, wurde gelegt in der Box, Strafstoss. Leidig, für Weese im Spiel, schob eiskalt in die linke Ecke. 2:4 Minute 79.
Weiter Duge, diesmal mit herausragender Einzelleistung im Strafraum (er schickte 2 Verteidiger ins Kino, den Torwart überlupfte er danach, dann volley und technisch gekonnt mit linker Innenseite halbhoch ins Netz, alles im spitzen Winkel, ein Traumtor !), kurz danach in Minute 81 zum 3:4. Doppelschlag, nervöse Gäste, Unruhe kam auf.

Nun brannte die Hütte, die Eingedösten und Pessimisten hellwach, Weese wieder rein für Koniaew, gute Entscheidung. Denn Weese mit seiner Quirligkeit und Unberechenbarkeit wurde auch im Strafraum gelegt, Elfer Nummer 2  in Minute 94, Nachspielzeit.
Niemand wollte auf den Rängen mit Leidig tauschen, der blieb aber wieder kühl und schob die Kugel in die rechte Ecke, Riesenjubel, berechtigt zum 4 : 4, Anstoß, kurz danach Abpfiff.

 

Ein des Merkens würdiges Spiel, große Moral, großer Zusammenhalt, das Positive muss überwiegen bei solch einer Truppe. Manches ist gut überlegt, konstruktiv und auch perspektivisch intern zu „bearbeiten“, es wäre jammerschade um diese Elf der (überwiegend) Eigengewächse, wenn sie nicht bald aus diesem Strudel unten rauskommt.
Ein Drittel der Serie ist Geschichte, das Abstiegsgespenst droht uns auch weiterhin, 5 Spiele nun bis Halbserienende, 2 gegen direkte Mitkonkurrenten gegen den Abstieg (nächste Woche auswärts Maccabi II, später bei Berliner VB), und 3 Spiele gegen oben stehende Aufstiegswillige (Al-Dersimopor II, Preußen II, auswärts zum Abschluss bei TSV Lichtenberg), nicht eben einfach in dieser Lage mit 7 Punkten aus 10 matches.

Diese Moral, Stimmung und Selbstwertgefühl nach der Aufholjagd vom Sonnabend mitnehmen zu Maccabi II, dort erfolgreich sein, gegen favorisierte Al-Dersimsporer II nachlegen und... kurz durchatmen. Wieder Länderspielpause vor dem Nervenkitzelspiel bei BVB am 24.11.

ME