Wichtige Ergebnisse

Später Sieg gegen tretende und spuckende Kickers

Mühsam holt sich der FSV drei Punkte gegen sportlich unterlegene Kickers. Löwe und Laube feierten dabei jeweils mit insgesamt 3 Toren ihre Comebacks.


Friedrichshagener SV I - BSC Kickers 1900 I  4:1 (1:1)

FSV spielte mit:
Aßmann, Kusche (83. Woischwill), Gruner, Schilling, Engel (86. Bottke), D. Seiferth, Rohde, Pietsch (46. Friedrich), Woischwill (63. Laube), Beck, Löwe

Tore:
1:0 Löwe (13.), 1:1 Kutzias (34.), 2:1 Laube (70.), 3:1 Löwe (81.), 4:1 Rohde (85., Foulelfmeter)

Nach dem überraschenden Auswärtssieg in der vergangenen Woche bei Veritas, wartete heute eine sogenannte "Pflichtaufgabe" auf uns. Der Zehntplatzierte Kickers 1900, der uns im Hinspiel schon das Leben schwer machte (wir siegten spät mit 2:1) war zu Gast am Fürstenwalder Damm. In Puncto Unsportlichkeit standen die Kickers den Spandauern in Nichts nach. Auch heute durften wir uns wieder ordentlich treten und sogar anspucken lassen, hässlich!
Sportlich taten wir uns dann mal wieder sehr schwer gegen einen deutlich unterlegenen Gegner, obwohl Löwe bei seinem Comeback nach eineinhalb Jahren bereits in der 13. Minute zur Führung traf, gelang es uns nicht das Kommando zu übernehmen. Danach dröselte die Partie so vor sich hin und sorgte für große Langeweile. Der FSV mit zu wenig Druck auf den Gegner und wenigen Ideen bei eigenem Ballbesitz. Einige gute Gelegenheiten wurden mal wieder kläglich vergeben oder sich für die kompliziertere Option entschieden. Und wie es dann immer so ist, kommt der Gegner ein mal vors Tor und macht auch prompt den Ausgleich. Man kennt das... unzählige Male schon erlebt... aber es passiert immer wieder. Ziemlich angefrustet ging es in die Kabine, zum mäßigen Auftritt kam auch noch dazu, dass Pietsch sich verletzte und ersetzt werden musste. Mit Beginn des zweiten Durchgangs war der FSV etwas präsenter, Kickers stand nur noch tief und lauerte auf Konter. Die guten Aktionen häuften sich und man spürte, dass die Mannschaft aufs Gas treten wollte. Es dauerte bis zur 64. Minute als einem Schöneberger wohl das Hirn aus der Rübe rutschte und er mit einer ganz üblen Attacke beidbeinig, mit eingesprungenem Anlauf Beck umtrat. Wäre dieser nicht reflexartig hochgesprungen, wären hier ganz sicher Knochen gebrochen. Rote Karte, ohne Diskussion. Unglaublich, dass man da noch auf der Gegenseite von "Ball gespielt" oder "nicht berührt" spricht und sich über den Platzverweis echauffiert. Schämen und dem Treter die Leviten lesen wäre angebracht. Ziemlich genau sechs Minuten später gab es die Strafe, D. Seiferth mit Querpass im 16er und der eingewechselte Teilzeit FSVer Laube traf relativ problemlos zur 2:1 Führung. Von nun an war es eigentlich ein Spiel auf ein Tor, allein Woischwill hätte sich heute berühmt schießen können. In der 81. war es erneut der fleißige Löwe, der seine Rückkehr mit dem 3:1 krönte und das Spiel damit auch entschied. Rohde verwandelte kurz vor Schluss noch einen Foulelfmeter zum 4:1 Endstand und in der Nachspielzeit flog dann endlich auch noch der überfällige 16er von Kickers mit Gelb-Rot vom Platz, nachdem seine Spuckanfälle gegen Engel und Beck vom guten Schiedsrichter Stolze nicht gesehen wurden, holte er sich den Platzverweis mit seinem Letzten von unzähligen Fouls. Kickers Teammanager Urban sprach nach dem Spiel von einem "erneut peinlichen Auftritt" seiner Mannschaft. Dem ist Nichts hinzuzufügen. Der FSV bleibt 2015 weiterhin ungeschlagen und darf in der nächsten Woche zur Berlinliga Reserve von Hertha 06 reisen.