Pokalaus mit erhobenem Haupt

FSV I unterlag unverdient 2:3, die Senioren 0:2, in den Schneematsch – Pokalspielen am Sonntag.
Unsere 1. Herren und die Senioren mussten nach guten Leistungen gegen viel höherklassig Platzierte die Segel streichen.

Der pünktlich Sonntagmorgen einsetzende Schnee und Griesel verhinderte eine Naturrasenpartie, so musste auch die Pokalpartie der 1. Herren gegen Spandau 06 unter widrigsten Bedingungen angepfiffen werden. Beide Teams brauchten ca. 20 Minuten, um sich an das äußerst schmierige und rutschige Geläuf zu gewöhnen. Erst danach entwickelten sich einige Spielzüge, die aber immer wieder durch Glätte, Platzfehler und falsch distanzierte Bälle gestoppt wurden. Bis zur 40. Minute etwa bestimmte Spandau optisch das Spiel, ohne sich zwingende Chancen herausarbeiten zu können. Die folgenden 3 Minuten beeinflussten das Spiel: In der 41. Minute köpfte Stadelhoff einen Flugball technisch sauber aufgrund seiner Sprungkraft ein, nur der SR sah ein Aufstützen, in den allgemeinen Jubel und in die Betroffenheit der Spandauer (die nicht mal reklamierten !!) entschied er auf Freistoß gegen uns. Das Gleiche tat er 30 Sekunden später im Mittelfeld wieder, obwohl die Foulaktion von einem Spandauer ausging. Den Freistoß köpften die Spandauer gekonnt (geübt ?) ein: Einer stieß unseren Torwart weg, der 2. köpfte. Der SR mit gutem Sichtkontakt zum foulenden Spieler sah weg und entschied auf Tor. Wegsehen konnte er nicht mehr 1 Minute später, als Stade sauber Bolle bediente, der schön mit der Innenseite verwandelte. So hätte man in die Pause gehen können, aber Spandau profitierte doch wieder 1 Minute später von einem Stellungsfehler in unserer Abwehr und kam zum 1:2. Wer nun glaubte, dies bedeutet den Knacks, der irrte: Friedrichshagen bot die gesamte 2. Hälfte ein offenes, leidenschaftliches, kampfkräftiges, sogar technisch akzentuiertes Spiel und hielt die Partie jederzeit offen. Völlig verdient kam man Mitte der 2. HZ zum 2:2, als die nicht rasierte Schädeloberfläche von Stade einen langen Bolle-Freistoß um 0,17 Meter in die lange Ecke abfälschte und damit übrigens das 50. Tor des FSV I in dieser Serie erzielte.. Ich wette Stein und Eisbein, dass wir das in die Verlängerung hätten retten können. Aber ein schwerer individueller Fehler eines FSV-Abwehrspielers in der 77. Minute verhalf den Gästen zum glücklichen 2:3. Auch den FSV - Schlussangriff mit 2 guten, herausgespielten (!), Möglichkeiten konnten sie dank Routine, eines sehr guten TW und der Platzverhältnisse abwehren.

Fazit: In keiner Phase war ein 3 – Klassenunterschied (2. Kreisliga A zu 7. Verbandsliga) zu spüren. Spandau bestrafte nur effektiver individuelle Fehler. FSV bot eine tadellose Leistung unter widrigsten Umständen. Die Mannschaft überzeugte taktisch, kämpferisch, von der Leidenschaft her und auch spielerisch-technisch. Sie stellte sich trotz des kurzfristigen Ausfalls von 3 Stammspielern als Einheit dar und überzeugte die Zuschauer. Genau diese Einstellung muss in die letzten wichtigen Pflichtpunktspiele genommen werden !

Die Aufstellung: Ehrle – Scherf, Zawarowski, Schwabe- Cyran I, Schubert, Stadelhoff, Berlin, Gruner – Cyran II - Bottke , 46. Minute: Knebel f. Cyran I.

Torfolge: 0:1, 40. Minute: Izmir Egahl, 1:1, 41 . Minute: Marvin Cyran, 1:2, 43. Minute: Izmir Egahl, 2.2, 70. Minute: Christian Stadelhoff, 2:3, 77. Minute: Izmir Nunauchegahl.

Es fehlten wegen Verletzungen: Stockhausen, Pietsch, Beck, auf der Bank noch: Richter, Treue.

Im Anschluss profitierten die Senioren schon etwas von dem heruntergetretenen Schneematsch und boten dem Verbandsligisten Empor Berlin jederzeit Paroli. Aber auch hier entschieden 2 Tore nach individuellen Patzern gegen uns, die relativ wenigen eigenen Chancen verhinderte das 135 Kg- Bollwerk mit der Nr. 11 und der reaktionschnelle Torwart. Erstaunlich für mich auch die Lauffähigkeit. Laufbereitschaft und Durchsetzungsvermögen einiger Mittdreißiger. Großer Dank gilt den Freizeitligafussballern: Sven Meyer, Steffen Hartbrecht und Oliver Bruns halfen der Mannschaft wirklich und waren Stützen in einem keineswegs enttäuschenden Team. Ich hätte wirklich gern die Verlängerung und die Entscheidung im 11-Meter-Knallen gesehen, trotz Eisbeine und nasser Strümpfe, aber es sollte wohl heute nicht sein. Erwähnenswert noch der Angriff des Empor-10ers im K1-Stil auf die Diamanten von Andy, der (der Angriff) wegen unsauberer Kampfführung zu Recht mit glatt Rot bestraft wurde.

Die Aufstellung: Gärtner – Degner, Meyer, Brauer – Donath, Dönitz, Krüger, Kühnel, Bruns, - Hartbrecht – Reimann. Wechsel: Kerk f. Hartbrecht,

Verletzt mussten zuschauen: Hohensee, Sill, Tarak, Haschenz.