Dramatische Zuspitzung in der Meisterschaft

Unsere Handballmädchen hatten in 3 Altersklassen teils vorentscheidende Spiele zu bestreiten, es gab Anlass zum Jubeln, aber auch zum Traurig sein...

 

Die weibliche Jugend A (mit vielen jüngeren Mädels !), empfing zum absoluten Spitzenspiel die Mannschaft des Tabellendritten pro Sport 24, nach Minuspunkten der eigentliche Tabellenführer. Bei FSV 1912-Sieg wären 3 Mannschaften minuspunktgleich, ein Dreierturnier am neutralen Ort würde „drohen“.
Der Druck folglich riesig, rein emotionales Match, wenig Tore in der Anfangsphase, die Gäste zielstrebiger, ruhiger und effektiver. Unsere kamen nie in Vorteil, hatten zeitweise 3 Tore Rückstand, kämpften und fighteten aber jederzeit und hielten das kämpferisch und körperbetonte Spiel dadurch offen. HZ 9:11 gegen uns, torarm wegen der sehr guten Gästetorhüterin und eigener vergebener Möglichkeiten, darunter drei 7-Meter.
Nach dem Wechsel 10 Minuten das gleiche Bild, Zweifel kamen auf, die Anfeuerung wurde stärker, das Spiel noch emotionaler. Pro Sport weiter in Front, aber der Vorsprung wurde knapper. Erst in der 49. Minute gingen wir erstmalig mit 18:17 in Führung, Aufatmen, gefolgt von Ernüchterung, denn die OSF-Mädels warfen nun 3 Tore am Stück zum 18:20. Für manche am Spielfeldrand eine Vorentscheidung, aber eben nicht für unser Team. Denn es war das letzte Tor der Gäste, nun bestimmten wir das Match und kontrollierten es. Vor nun begeisterten Friedrichshagener Anhängern wurde es noch körperbetonter, hitziger, ein Nervenspiel mit dem besseren Ende für uns. Ein 23 : 20 - Sieg des Willens, der leidenschaftlich- kämpferischen Einstellung, der besseren Wechselbank, der stärkeren Athletik und Kondition und einer gehörigen Portion Kaltschnäuzigkeit von z.B. Jule (eiskalter 7-Meter, schöner Gegenangriff), Sophie-Eileen und Angelina mit Einzelleistungen, die mit 5 Toren den Sack zubanden und Riesenjubel nach Abpfiff auslösten.
Eine große Teamleistung, klug gecoacht von A. Rubandt, U. Baltruschat.


Die Mädels schrieben im Jubiläumsjahr unter dem FSV-Dach Geschichte, denn nun ist die Dreierkonstellation an der Spitze wahr geworden. Gibt sich keine der drei (Spandau, pro Sport 24 und FSV 1912) eine Blöße in den 4-6 Restspielen (was kaum zu erwarten ist !), läuft es laut Spielordnung auf ein Turnier jeder gegen jeden vermutlich an neutralem Ort zur Ermittlung des BERLINER MEISTERS hinaus.

2019 03 02 Handball 

Auch die beiden B-Teams hatten mindestens vorentscheidende Spiele zu absolvieren,
Die weibliche B1-Jugend hätte Meisterschaftsambitionen hegen können bei Sieg über in der Rückrunde sehr starken Gastgeber Narva, aber die setzten sich am Sonntag Mittag mit 26 : 21 durch. Unsere Wechselbank zu dünn, die Anstrengungen für einige Mädels, die einen Tag vorher in der siegreichen A- Jugend spielten, zu hoch, dazu eine überharte Gangart der Narva-Mädels, die vom Schiri nicht gebührend geahndet wurden. Leider auch zu viele Fehlpässe, vor allem in der HZ 1 (8:13). Konditionell aber stark, was eine ausgeglichene zweite Hälfte trotz weiterer Verletzungen beweist. Der direkte Meisterschaftszug ist damit abgefahren, aber bei Sieg gegen Hellersdorf könnte noch (Schützenhilfe OSF vorausgesetzt) der VIZEMEISTERTITEL winken, was für ein Ansporn für den 16. März in eigener Halle !!

 

Unsere zweite B-Jugend hatte am Sonnabend zum Gipfeltreffen geladen, VfL Tegel als Tabellenzweiter prüfte uns als Tabellenführer der Landesliga und wollte unsere Schwäche des letzten Spiels (32:35) nutzen und in der Tabelle vorbeiziehen. Gespannte Erwartung, die aber schnell vom Spielverlauf gedämpft wurde. Tegel in fast allen Belangen besser, individuell stärker, mit großartiger Torhüterin, defensiv stark agierender Deckung und schnellen, oft erfolgreichen Gegenstößen. Wir verkrampft, mit vielen leichten Fehlern, teils lückenhafter Deckung und demotiviert wirkend von teils großen Rückständen. Am Ende eine verdiente, aber reichlich hohe Niederlage und nun „nur“ der zweite Platz in der Landesliga (falls Tegel nicht mehr patzt).
Dennoch auch dies über die gesamte Serie gesehen ein ganz starker Auftritt und großer Leistungsnachweis der sehr guten Arbeit in der Abteilung.

 

Dass Tegel als Verein stark ist, bewiesen auch deren C-Mädchen, die uns als amtierenden Tabellenführer am späten Freitag Abend denkbar knapp mit 20:19 bezwangen und uns so die erste Niederlage im 14. Spiel zufügten. Auch hier rannten wir, vorwiegend wegen vieler eigener vergebener Möglichkeiten, ständig einem Rückstand hinterher und konnten trotz Kraftanstrengung am Ende nicht mehr egalisieren. Damit kommt es am allerletzten Spieltag am 31. März in Rudow zum Showdown um die Meisterschaft der Landesliga, wir derzeit noch zwei Minuspunkte besser als die Rudower 2. Mannschaft und nach meiner Meinung doch leicht favorisiert, bedenkt man den Heimspielerfolg von 25 : 15 Ende 2018. Dennoch natürlich ein Nervenspiel, auch wird die Wechselbankbesetzung entscheiden und welche Mädchen am Ende einer doch strapazenreichen Serie auflaufen können.

 

Wir bleiben am Ball, im Handballsport bringt der März die Entscheidungen, im Falle der A-Jugend kann es auch April werden...

ME